Der Mythos vom €1 UG – Was du wirklich kalkulieren musst

Es klingt verlockend: Eine UG gründen für nur einen Euro. Und ja, technisch stimmt das. Aber wer sein Business wirklich plant, sollte wissen, was danach kommt.

Was die Gründung wirklich kostet

Bevor die UG steht, brauchst du:

  • Notar: 100–200 € für die Gründungsurkunde
  • Handelsregister: ~150 € für die Eintragung
  • Gewerbeamt: 20–60 €
  • IHK-Mitgliedschaft: Pflicht ab Gründung, ca. 80–200 €/Jahr
  • Bankkonto: Manche Banken verlangen 50–100 € für die Kontoeröffnung

Zwischensumme: 400–710 €

Das erste Jahr: Die versteckten Kosten

Was die wenigsten Gründer einplanen:

  • Steuerberater: Für eine UG unverzichtbar. Ab 500 €/Jahr, leicht auch 1.000–2.000 € für komplexere Fälle.
  • Versicherungen: Betriebshaftpflicht, ggf. Rechtsschutz. 200–600 €/Jahr.
  • Buchhaltungssoftware: DATEV-bereit, mit ELSTER-Anbindung. 200–400 €/Jahr.
  • Mandantenabrechnungssystem: Falls du Vorsteuer abrechnen musst.

Zwischensumme Jahr 1: 1.000–3.000 €

Was du wirklich einplanen solltest

Wenn du eine UG gründest, rechne mit 1.500–2.500 € im ersten Jahr — allein für Fixkosten, bevor du einen einzigen Euro Umsatz machst.

Alternative: Überlege, ob ein Nebengewerbe oder die Freiberufler-Option für dich reicht. Die Kosten sind deutlich niedriger, und du kannst immer noch hochstufen, wenn das Business läuft.

Fazit

Die €1 UG ist kein Mythos — aber sie ist auch kein Schnäppchen. Plane den vollen Weg, nicht nur den ersten Schritt.

Dieser Beitrag ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte wende dich an einen Steuerberater.

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